WCC 2017  taekwon-do GruppenbildBarneveld in Holland war Austragungsort der Weltmeisterschaft und des World Cup der Kampfkunst Taekwon-Do und zu dieser Mammutveranstaltung waren fast 800 Kämpfer aus 35 Ländern mit 95 Kampfsportschulen/Clubs angereist.

Deutschland war mit 4 Vereinen vertreten, einer davon war der TV Schwebda mit seiner Taekwon-Do Abteilung, die 3 Schwarzgurte und 8 Farbgurte zu den Wettkämpfen schickte.  Veranstalter der Meisterschaft war die International Taekwon-Do Federation mit Sitz in S. Korea (ITF-HQ Korea).

Eindrucksvoll war gleich zu Anfang der Einmarsch der Kämpfer, die hinter den Schildern ihrer Heimatländer einzogen, und die Fan-Gemeinde des TV Schwebda begrüßte ihre Kämpfer mit großem Jubel, denn es waren natürlich viele Eltern mitangereist, die ihre Sprößlinge anfeuern wollten.

Gemeldet hatte der Trainer, Robert Borja, 6. Dan, seine Schwarzgurte u.a. für die Disziplin "Formenlaufen/Tul", was ein vorgeschriebener Ablauf von Verteidigungs-und Angriffstechniken gegen einen oder mehrere imaginäre Gegner ist.  Hier wird von der 5-köpfigen Jury neben vielfältigen Kriterien vor allem geurteilt über die korrekte Ausführung, die Geschmeidigkeit der Bewegungen, die Kraft, die Atemtechnik, die Anspannung und Entspannungsphase (Welle), die Balance, etc. und ob der Ausgangspunkt auch der Endpunkt des Tuls ist.  Aus der Vielzahl der Tuls wählt das Gremium einen Tul aus, der dann gleichzeitig von 2 Teilnehmern vorgeführt wird, und dann wartet man auf die Anzahl der roten oder blauen kleinen Fähnchen, die entscheiden ob "blau" oder "rot" gewonnen hat, und da das Ganze im k.o. Verfahren erfolgt hat jeder auch nur eine einzige Chance.

WCC 2017 taekwon-do Christian GrafAllerdings ist es selbstverständlich ziemlich stressig, wenn man als Teilnehmer gegen mehrere in der gleichen Altersstufe und Gürtelgraduierung immer wieder antreten muß, und dann mit Spannung die Entscheidung der Jury erwarten muß.  Und dann für den TV Schwebda der große Erfolg:  Christian Graf, Eschwege, bezwang seine Gegner, und bestach durch hervorragendes Tullaufen, wurde Weltmeister (Goldmedaille) in der Kategorie "Senioren ab 39 Jahre".  Die Fan-Gemeinde war außer sich!!

Zum Freikampf (Sparring) hatte der Trainer keinen der Schwarzgurte gemeldet, was eine weise, aus Erfahrung kommende Entscheidung war.  Viele Kampfschulen in einigen Ländern werden von staatlichen Institutionen unterstützt, und somit ist der Leistungsdruck auf die Kämpfer enorm hoch, einen Medaille mit nach Hause zu bringen, egal um welchen Preis.  Und dann siegt das Adrenalin, und es wird härter zugeschlagen oder die Tritte werden härter, als es die Regeln zulassen.  Und um die Verletzungsgefahr auszuschließen, war der Trainer zu dieser Entscheidung gekommen, was richtig war, denn die Sanitäter, die an den Kampfflächen wachten, hatten ordentlich zu tun, um die kleinen oder auch mal größeren Blessuren zu versorgen, denn nicht immer schützt der Hand-und Fußschutz, oder der Zahn-und Tiefschutz vor allen Verletzungen, wenn man fast im Vollkontakt kämpft.

Anders war es da bei den Farbgurten, wo der Kampf strengstens überwacht wurde vom Kampfrichter in der Mitte der Kampffläche.  Hier war kaum Kontakt erlaubt. Und die kleinen Kämpfer gaben ihr Bestens.  So erreichte Jan Möller in seiner Alters-und Gürtelstufe die Goldmedaille, und der 12-jährige aus Schwebda war natürlich mächtig stolz, zumal er auch beim Formenlaufen den 1. Platz belegte.

WCC 2017 taekwon-do Katharina EngelAuch Katharina Engel, 9 Jahre, aus Schwebda konnte sich über 2 Medaillen freuen, 1x im Tullaufen, und 1 im Freikampf, wo sie jeweils Silber holte.  Maike Osterburg, 14 Jahre aus Niederdünzebach und Wolfgang Brandt, 44 Jahre aus Schwebda konnten jeweils in ihrer Alters-und Gürtelstufe ebenfalls die begehrte Goldmedaille erkämpfen durch sauberes und präzises Formenlaufen.  Luis Landgrebe, 10 Jahre aus Meinhard, und Tim Hildebrandt, 15 Jahre aus Wehretal erhielten jeweils die Bronzemedaille im Formenlaufen, und Tim konnte im Sparring noch zusätzlich Bronze erreichen.

Bronze im Freikampf gab es noch für:  Maike Osterburg, Hannah Hasecke, 8 Jahre aus Grebendorf, und Wolfgang Brandt.

Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe des Teams Taekwon-Do war vorbildlich, denn die Schwarzgurte halfen sich nicht nur gegenseitig, sondern waren auch noch als Betreuer für die Farbgurte tätig, da ca. die Hälfte der Farbgurte "Neulinge" in einem Turnier war, und der Trainer Borja durch seine Umpiretätigkeit fast ständig involviert war, aber trotzdem immer ein wachsames Auge auf seine Schützlinge warf.

Der Trainer Robert Borja war mit den Leistungen seiner Schüler mehr als zufrieden, und wenn man einen Blick auf den Medaillenspiegel wirft, so steht Deutschland immerhin auf Platz sieben, vor vielen anderen "Hochburgen" des Taekwon-Do und Christian Graf hat mit seiner Goldmedaille sicher dazu beigetragen.

Die vom Trainer gesteckten Ziele, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, verletzungsfrei mitzumachen, erfolgreiche Zusammenarbeit der Betreuer untereinander, und so erfolgreich zu sein - dies ist ihm gelungen.

Die Abteilung Taekwon-Do hat ihren Aufnahmestopp, bedingt durch die Vorbereitungen für die WM, aufgehoben, und nimmt wieder neue Mitglieder auf.  Anfragen an Bob Borja:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Takewondo Christian Graf 2nd DegDen 1. Dan (Schwarzgurt) in einem Kampfsport zu erreichen, erfordert viel Training, Durchhaltvermögen, und vor allem auch Zielstrebigkeit mit dem Bemühen, das gesteckt Ziel zu erreichen. Um den 2. Dan (2. Stufe Schwarzgurt) zu bekommen, muss man all diese Faktoren um noch vieles verbessern.

Dies hat Christian Graf, im Bild rechts, 46 Jahre, aus Eschwege beherzt, und legte mit großem Erfolg die Prüfung zum 2. Dan ab. Er hat als 15. Schüler in der Geschichte des Teams Taekwon-Do des TV Schwebda dieses Ziel erreicht, und dies in sehr kurzer Zeit seit seiner Prüfung zum 1. Dan, da er 4x die Woche trainierte mit Eifer und höchster Konzentration, und eigenständig das Montags-und Freitagstraining leitete.

Bei der umfangreichen Prüfung musste er stichprobenartig alle Techniken seit dem Weißgurt zeigen, und beweisen, dass er sich ständig in jeder Stufe hinsichtlich Kraft, Präzision und Vielfalt gesteigert hatte. Sein Formenlaufen (Tul-Laufen) wurde mit höchster Konzentration ausgeführt. In der Sparte Partnertraining erwiesen sich Kombinationen als effektiv, und bei der Selbstverteidigung konnte man sehen, dass er mit Schnelligkeit die erforderlichen Techniken anwenden konnte. Beim freien Sparring musste er hintereinander gegen mehrere Angreifer antreten, und hielt sich mit gekonnten Tritten und gezielten Handtechniken die Gegner vom Leibe.
Mehrere Bruchtests absolvierte er mit Bravour, unter anderem 2 Sprungtritte, sowie ein Faustschlag gegen 2 freigehaltene Bretter. Sämtliche Theoriefragen beantwortete er ohne Zögern richtig, und bewies, dass er den Sinn und Zweck jeder Technik genauestens kannte, und dies als wichtiger Hilfstrainer auch an seine Schützlinge weitergeben kann.

Trainer Robert Borja, 6. Dan, war mit dem Prüfungsergebnis sehr zufrieden, und lobte die Leistung von Ch. Graf sehr.

 

Die Gruppe trainiert Montags von 17.15 - 18.45 Uhr, Mittwochs von 16.30 - 18.00 Uhr, Freitags von 16.30 - 18.00 Uhr und Samstags von 9.30-11.00 Uhr in der Turnhalle am Bürgerhaus in Schwebda.

Robert Borja
6. Dan, Trainer

 

Takewondo 20 9 16 bigZiel eines jeden Kampfsportlers, der Training mit Fleiß und Ehrgeiz betreibt, ist es, eines Tages einen Schwarzgurt tragen zu dürfen, d.h. die Prüfung zum 1. Dan abzulegen. Für die meisten ist somit ein wichtiger Abschnitt in der Laufbahn eines Kampfsportlers abgeschlossen, denn häufig beginnt dann eine Lehre, oder ein Studium, und man hat gar nicht mehr die Möglichkeit oder die Zeit, weiter zu machen. Oft findet sich am neuen Aufenthaltsort keine Kampfsportschule, die Taekwon-Do unterrichtet, und so gibt es nur wenige, die nach dem Erreichen des Schwarzgurts ihr Training fortsetzen können oder möchten.

Simon Emmelmann, 17 Jahre, aus Eschwege, hat sich jedoch mit dem 1. Dan nicht zufrieden gegeben, und fleißig und mit Ehrgeiz weiter trainiert, und nun die Prüfung zum 2. Dan (2. Stufe Schwarzgurt) abgelegt.

Viele Stunden intensiven Trainings lagen hinter ihm, und Simon bewies in der Marathon-Prüfung, daß er sich bestens vorbereitet hatte, und sich den 2. Dan verdient hat. Der Trainer und Prüfer, Robert Borja, 6. Dan, ging mit seinem Prüfling alle Sparten des Trainingsprogramms durch; Formenlaufen, Partnertraining, Selbstverteidigung, Theorie und Bruchtest. Im Formenlaufen zeigte Simon präzise ausgeführte Techniken, im Partnertraining konnte man viele verschiedene Kombinationen sehen, und sein Repertoire war beeindruckend.

In der Disziplin "Selbstverteidigung" beherrschte er die diversen Verteidigungstechniken gegen Handanfassen, Würgen, gegen Messer-und Stockangriffe, und im freien Kämpfen (einem Teil des Partnertrainings) hielt er seine Gegner in Schach durch schnelle, wirksame Aktionen. Besonders beeindruckte er mit dem Einsatz von guten Kombinationen mit hohen Fußtritten, die seine Gegner in Bedrängnis brachten. Sämtliche Bruchtest absolvierte er mit Bravour, und seine Kenntnisse in der umfangreichen Theorie waren fundiert, und überzeugten den Prüfer, der ihn für seine hervorragende leistung sehr lobte.

Und wenn Simon noch weiter eifrig trainiert, wird er sicher noch die Prüfung zum 3. Dan eines Tages schaffen.